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Der Innenraum der Pfarrkirche St. Clemens

Ansichten aus dem Innenraum

Der Raum

Es handelt sich um eine drei-schiffige Kirche der Neugotik. Das bedeutet, die Vorstellungen des 19. Jahrhunderts zum Aussehen eines Sakralraumes gaben der Kirche die innere und äußere Form (siehe Historische Fotos ).

Zu erkennen ist dies in der Form des polygonalen (5/8) Chores mit Rippengewölbe, den Seitenschiffen mit Kreuzrippengewölbe in Backsteinstruktur, dem schlichten Maßwerk der Fenster und der Fensterrose in der Westfront. Die eckigen Pfeiler allerdings, mit gefassten Kanten und schlichtem Kapitellprofil, zeigen eher eine sparsame klassizistische Form, allerdings ohne Basis.

Der gesamte Raum wirkt längstbetont und findet im 5/8-Chor, hinter dem neugotischen Triumphbogen, seinen Abschluss.

Der 2. Weltkrieg (1939-1945) zerstörte das Mittelschiffgewölbe. Eine schnelle Wiederherstellung des Raumes nach dem Krieg nahm auf neugotische Raummaße und Formen keine Rücksicht (siehe Historische Fotos). Das Mittelschiff wurde mit einer einfachen Saaldecke mit betonter quer laufender Balkenteilung wieder verschlossen.

Der Wechsel zwischen Füllungen und Balken war willkürlich und nahm auf vorhandene Raummaße, z. B. Fensterfolge, Arkaden, Pfeilerabstände keine Rücksicht.

Die Decke im Mittelschiff

Am Anfang der Planung entstehende Gedanken, das gotische Rippengewölbe zu rekonstruieren, wurden bald verworfen. Es wäre nicht original gewesen, sondern Rekonstruktion, und die Kosten waren nicht zu verantworten.

Die jetzt entstandene neue Faltdecke aus Holz mit ihren wechselnden Höhen und dem Reiz der Brettstrukturen nimmt die Raummaße wieder auf. Rhythmisch hebt und senkt sich die Konstruktion in der Folge der Arkaden bzw. der Fensterachsen. Dieses Ansteigen und Senken der Flächen erinnert zugleich an das Hochschwingen neugotischer Gewölbe die ehemals den Raum überspannten.

Die Farbe

Die Gesamtfarbigkeit ist hell, farbig, heiter. Auf der großen Fläche der Mittelschiffdecke folgt die Farbe dem Auf und Nieder der Brettlagen in ansatzfreier Lasurfolge. Die tiefliegenden Punkte und Flächen an den Konsolen der Wand, die Tiefpunkte der Hängepyramide mit dem farbigen „Schlussstein-Abhängling“ beginnen in kräftiger Grau-Violett-Tönung, die dann immer heller werdend an den höchsten Stellen im Weiß-Grau sich auflöst. Die „Schlusstein-Abhänglinge“ - orange-rot, flächig ornamentiert - sind brilliante Kontrapunkte zur Farbigkeit der Decke, schmucksteinähnlich.

Der Chorraum zeigt die höchste Farbigkeit des Kirchenraumes. Die ornamentale Lebendigkeit auf den Rippen, die Farbfassung des Schlusssteines, die flächige Ornamentik auf dem Triumphbogen sollen an die Entstehungszeit der Kirche, an die Ornamentierfreudigkeit der Neugotik erinnern. Die Kappen der Gewölbe nehmen in der bandartigen Rhythmik der Pinselsteifen die Struktur der Holzdecke auf und stehen so in Beziehung zur neuen Decke des Hauptraumes.

Unterhalb der Fenster teilt ein neu eingezogenes Kaffgesims die Wand, schafft dadurch Querteilung in Fenster-Gewölbezone und Wandflächen hinter Altar und Tabernakel. Die Gestaltung der Flächen in aufgemachter Giebelteilung zitiert ebenfalls typisch neugotische Gestaltungen und bindet die Pyramide des Tabernakels ein.

Die Seitenschiffe sind ganz im Stilsinn farbig gefasst. Betont sind die tektonischen Teile, wie Konsoldienste, Backsteinrippen der Gewölbe und die Schlusssteine.

Die Farbigkeit des Raumes insgesamt wird bestimmt von den groß Flächen der Decke - Violett-Grau bis Weiß-Grau und den Farbakzenten Ziegelrot. Grau-Blau und punkthaft Orange-Rot zu den hellen Flächen der Wände, dem Grau-rot der Gewölbekappen.

Die Pfeiler nehmen farblich eine eigene Position ein, die Form damit unterstützend. Gelb-grau ist der Grund, die schmalen Fasenkanten führen das Blau aus der Kapitellzone bis zum Boden, flächig in zwei Blauwerten ornamental belebt.

Die Höhe der Pfeiler ist dreigeteilt. Die Flächen sind kannelur-artig gebändert. Zwei verschieden gezeichnete Blattkränze oben, immer im Wechsel aufgemalt, bilden ein zierendes Band. Die gesamte Bemalung der Pfeiler soll einmal an die Farbigkeit der Entstehungszeit erinnern und zugleich die Flächigkeit der mächtigen Stützen auflösen.

Die Laibungen der Arkaden, die Fläche der Orgelbrüstung nehmen den Linienverlauf der Decke im Mittelschiff auf und tragen auch zugleich die weiche, violett-graue bis rot-graue Farbigkeit der Decke, an der Orgelbrüstung leicht gesteigert bis hin zum Blau-grau.

Der Gesamtfarbeindruck des Raumes in warmen Helltönen und Farbakzenten klingt zusammen mit der neuen alten Farbigkeit des restaurierten Kreuzweges und dem Farbwechsel in den neuen Fenstern.

Egon Stratmann
www.atelierstratmann.de

Mai 1991

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